

Von Ralf Feuring
Schneller im Kopf und mit den Füßen! Fußball-Verbandsligist TuS Dietkirchen siegt bei Neruling FSV Schröck mit 3:1 (1:1) und setzt sich in der Tabelle oben fest. Schröck enttäuscht nicht, agiert aber nicht abgezockt genug für Zählbares.
FSV-Trainer Markus Kubonik wusste um die Offensivstärke der Gäste und stellte sein System um. Vor der Vierer-Abwehrkette postierte er mit Manuel Schäfer sowie den schnellen Daniel Wolff und Roman Herdt drei sogenannte ¨Sechser¨, auf die sofort reichlich Arbeit zukam. Die beiden beweglichen TuS-Angreifer Maximilian Zuckrigl und Michael Schmitz waren permanent unterwegs. Schmitz hatte zwei gute Gelegenheiten zur Führung (7./9.), verpasste allerdings die zu diesem Zeitpunkt mögliche Dokumentation der Dietkirchener Überlegenheit in Toren. Effektiver agierte diesbezüglich zunächst Schröck. Matthias Papes Ablage hämmerte Philipp Willershausen zum 1:0 in den Kasten der Gäste. Diese wirkten einen Moment konsterniert, ehe Michael Schmitz nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld und David Kleins vergeblichem Rettungsversuch das 1:1 besorgte (25.). Das Tor gab Dietkirchen Auftrieb. ¨Wir müssen wach werden¨, forderte Markus Kubonik lautstark am Spielfeldrand. Ihm entging nicht, dass der TuS längst Chef auf dem Kunstrasen war. Ganze 70 Sekunden waren nach der Pause gespielt, als Schröcks Takafumi Yazawa den Pfosten traf. ¨Das war unglücklich für uns. Ist das Ding drin, dann können wir Kontern und Dietkirchen muss aufmachen¨, ärgerte sich ¨Kubo¨. Nach 66 Minuten köpfte sein Schützling Roman Herdt knapp am TuS-Gehäuse vorbei und im direkten Gegenzug markierte der noch vor der Pause eingewechselte Robin Dankof das 1:2. Dietkirchen behielt hinten immer die Überzahl und verlegte sich auf Konter über die pfeilschnellen Spitzen. Schröck dagegen legte seine Angriffe zu sehr über die Mitte an. In die nicht wirlich durchdacht wirkende Drangperiode der Hausherren hinein kam es, wie es kommen musste: Michael Schmitz vollendete einen der blitzschnellen Gegenstöße der Gäste 120 Sekunden vor Schluss zum 1:3-Endstand. ¨Es war eine Frage der Zeit, bis wir den Konter setzen¨, atmete TuS-Spielertrainer Florian Dempewolf erleichtert auf. ¨Uns fehlte vorne die Routine, die Dietkirchen auszeichnete. Ein Rückschlag ist das aber nicht für uns¨, betonte Markus Kubonik.
Schröck: Schein - Greb, Klein, Keskin, Brass - Wolff, Schäfer, Herdt - Willershausen (70. Davis), Takafumi (70. Münch, 83. Kraus) - Pape
Dietkirchen: Lanois - Sancak, Schwarz, Heep, Dempewolf - Balmert (25. Dankof), Stöhr - Müller, Rücker (73. Lüpke)- Zuckrigl, Schmitz (89. Dietrich)
Schiedsrichter: Eberhardt (Edermünde) - Zuschauer: 180 - Tore: 1:0 Willershausen (17.), 1:1 Schmitz (25.), 1:2 Dankof (67.), 1:3 Schmitz (88.)